Die EM-Medaillenjagd
Dauer-Läuferin Gesa Krause hat 14 Jahre nach ihrer ersten EM-Medaille erneut Edelmetall über 3000 Meter Hindernis im Blick. Die Ausnahmeathletin vom Verein Silvesterlauf Trier steht am Donnerstagabend (21.30 Uhr MESZ) in Birmingham ebenso im Finale der Europameisterschaften wie Olivia Gürth, ihre Kollegin vom rheinland-pfälzischen Leichtathletik-Topklub. Am Mittwoch, 2. September, ab 19 Uhr (Vorprogramm ab 16 Uhr) werden beide beim 25. Volksbank Trier Eifel-Flutlichtmeeting im Trierer Moselstadion am Start erwartet. Tickets hier: VEREINSTICKET.DE (oder QR-Code auf dem Foto am Textende scannen)
Bei ihrem EM-Debüt im Jahr 2012 in Helsinki lief sie als Vierte über die Ziellinie, nach der Doping-Disqualifikation der Zweitplatzierten Switlana Schmidt aus der Ukraine rückte sie auf den Bronzerang vor. 2016 in Amsterdam und 2018 in Berlin gewann sie EM-Gold, 2024 in Rom wurde es Silber. Es war ein beeindruckendes Comeback und eine ganz besondere Medaille, denn am 30. April 2023 war sie Mutter der kleinen Lola geworden.
Den Endlauf in Birmingham wird Lola in ihrem Lieblingsdress, einem grünen Silvesterlauf-Vereinsshirt, unter anderem mit Opa Jürgen und Papa Robert von der Tribüne aus sehen. „Inzwischen erlebt sie schon bewusster, was da passiert“, sagt Gesa, die bei Weltmeisterschaften zweimal Bronze gewann (2015 und 2019), bei all ihren vier Olympia-Teilnahmen das Finale erreichte und mit 9:03,30 Minuten seit 2019 den deutschen Rekord hält. Im zehnten Jahr startet sie bereits für Trier.
Vier Frauen werden in Birmingham als Favoritinnen für das Finale gehandelt: Mit Heimvorteil die Jahresbeste Elise Thorner (Großbritannien), Titelverteidigerin Alice Finot (Frankreich) und zwei deutsche Läuferinnen: Gesa Krause und Lea Meyer. Olivia Gürth wird viel zugetraut, wenn das Rennen nicht zu schnell werden sollte.
Es sah beinahe spielerisch leicht aus, wie Gesa Krause und Lea Meyer am Montagabend Seite an Seite auf die Zielgerade gingen und ihren Vorlauf souverän für sich entschieden. Sechs Hundertstelsekunden trennte beide am Ende: Meyer 9:32,21 Minuten, Krause 9:32,27. Olivia Gürth war als Vierte des zweiten Vorlaufs nicht nenneswert langsamer (9:32,65).
Im Finale wäre Teamwork theoretisch möglich, aber Krause und Meyer waren sich im Sportschau-Interview einig: “Ist doch klar, dass da jeder von uns die andere schlagen will.” Die Trierer Silvesterläuferin untermauerte ihre Ambitionen nach dem Vorlauf: “Eine Medaille ist ganz klar das Ziel. Natürlich sind die Ziele groß, die Träume groß für das Finale. Jetzt heißt es: Gut erholen und dann eben das Bestmögliche draus machen.”
Auf geht’s: Am Abend unbedingt die Liveübertragung im ZDF einschalten. Das Finale der Frauen über 3000 Meter Hindernis wird um 21.30 Uhr deutscher Zeit gestartet. Und dann am besten gleich Tickets sichern für das 25. Volksbank Trier Eifel Flutlichtmeeting am Mittwoch, 2. September, im Trierer Moselstadion. Dort werden Gesa Krause und Olivia Gürth über 1500 und 800 Meter am Start erwartet.


