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Zehn Jahre “Ruanda in den Herzen”

Heiter ging es zu beim Jubiläumsakt anlässlich von zehn Jahre Partnerschaft mit Ruandas Leichtathletikverband.

Zehn Jahre schon währt die Partnerschaft zwischen dem Leichtathletik-Verband Ruandas und dem Verein Silvesterlauf Trier. Es ist ein Sport-Austausch mit gesellschaftlich-kulturellem Hintergrund. Ein best-practice-Beispiel par excellence für ein funktionierendes Miteinander über Kontinente hinweg, basierend auf regelmäßigen gegenseitigen Besuchen. “Die persönlichen Kontakte, aus denen auch Freundschaften entstehen, sind der Kern unseres Wirkens”, sagt Hans Tilly, Intitiator und spiritus rector der Kooperation, zu deren Jubiläum sportliche und politische Prominenz nach Trier gekommen war. Ruandas Botschafter H.E. Igor Cesar sowie Lieutenant Colonel Lemual Kayumba als Präsident des ruandischen Leichtathletik-Verbandes (Athletics Rwanda) standen an der Spitze der Gäste-Delegation, während die frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Inspiration vieler grasroot-Kooperationen zwischen dem Bundesland und Ruanda, sowie der rheinland-pfälzische Staatssekretär Thorsten Welling und Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe die deutsche Seite federführend repräsentierten.

Das Jubiläum des Trierer Stadtlaufs sollte den Rahmen bilden, doch die 40. Auflage der Traditionsveranstaltung fiel bekanntlich wegen der extremen Witterung aus. Zwar bedauerten die aus Ruanda angereisten Topathletinnen Florence Niyonkuru und Emelyne Imanizabayo den Ausfall des Wettkampfs sehr, den sie auf dem Weg zu ihrem diesjährigen Saisonhöhepunkt, den Commonwealth Games in Glasgow, fest eingeplant hatten. Der gelösten Stimmung beim Festakt jedoch tat dies keinen Abbruch. Justus Lucas, einer der Sportler des Vereins Silvesterlauf Trier, und Ruandas Nationaltrainer John Peter Ndacyayisenga feixten am Rande und umarmten sich herzlich (Foto).

Der Festakt selbst war geprägt von feierlichen Momenten: Ruandas Botschafter in Deutschland, H.E. Igor Cesar, war eigens nach Trier gekommen, um in seiner Rede zu betonen, dass die zehn Jahre zurückliegende Initiative Hans Tillys “die internationalen Türen für ruandische Spitzen-Langstreckenläuferinnen und -läufer geöffnet hat”. Schritt für Schritt sei über den Sport eine Brücke ausgebaut worden, die zwei Nationen verbinde. Als Ursprung diente die seit den 1980er Jahren bestehende Partnerschaft zwischen dem Bundesland Rheinland-Pfalz und dem ostafrikanischen Land.

Hans Tilly ließ in seiner Rede die zehn Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit Revue passieren, die als zartes Pflänzlein im Kopf des begeisterten Marathonläufers bei einer Teilnahme am Kigali-Halbmarathon ihren Ursprung nahm. Was folgte, sei “geprägt von intensivem Austausch im Spitzensport, engagierter Talentförderung, sportlich-kulturellen Begegnungen, gelebter Entwicklungszusammenarbeit sowie vielen bewegenden persönlichen Geschichten”, ließ Tilly wissen. 2016 waren erstmals ruandische Athleten beim Trierer Silvesterlauf gestartet. Eine rasante Entwicklung folgte bis hin zur Entwicklung der so genannten Rise&Shine-Academy, die jungen Talenten Perspektiven öffnen soll.

“Ruanda ist in unseren Herzen”, betonte der 74-Jährige. Tilly weiter: “Und umgekehrt sind wir in den Herzen unserer Freunde.” Das gelte es zu feiern. Gastgeber Dr. Christian Sprenger, Geschäftsführer des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen, hatte für die Veranstaltung einen Saal im ehemaligen Klarissenkloster St. Clara auf dem Trierer Petrisberg geöffnet. “Das verlieh der von Alexandra Meusel moderierten Feierstunde einen glänzenden Rahmen”, sagte Tilly und bedankte sich in diesem Zusammenhang herzlich für die nun bereits mehrere Jahre währende Partnerschaft mit dem “Mutterhaus”.

Einige Schnappschüsse des Trierer Fotografen Daniel Prediger von Gästen und Musikgruppen spiegeln die festliche Atmosphäre in dem Klostersaal. (siehe Bildergalerie)

Zehn Jahre Silvesterlauf – Ruanda …