Vanessa mit PB, Mathis “sub 15”

Das Pfingstwochenende markiert für Vanessa Mikitenko und Olivia Gürth den Einstieg in die Bahnsaison 2026. Für die eine Silvesterläuferin lief es mehr, für die andere weniger glücklich. Persönliche Bestzeit für die eine, hauchdünn verpasste Bestätigungsnorm für die Leichtathletik-EM in Birmingham – so lautet die Bilanz der beiden Topathletinnen.
Vanessa erzielte in Brüssel eine, wie sie selbst sagte, “kleine persönliche Bestzeit”. Nach Platz neun in einem internationalen Spitzenfeld stehen nun über 1500 Meter 4:12,88 Minuten als ihr Hausrekord zu Buche. “Als Saisoneinstieg ist das gut, zumal die Bedingungen nicht gerade ideal waren”, fand die U23-Vizeuropameisterin über 5000 Meter, die seit diesem Jahr für den Verein Silvesterlauf Trier antritt. Damit umschrieb die 20-Jährige den Umstand, dass der Start im König Baudouin-Stadion der belgischen Hauptstadt nachmittags in praller Sonne bei Gluthitze von 32 Grad und extrem schlechter Luftqualität erfolgte. Am kommenden Samstag läuft Vanessa bei der Langen Laufnacht in Karlsruhe erneut 1500 Meter, dort sollten die Bedingungen besser sein.
Das hofft auch Mathis Kaufmann, der in der badischen Metropole einmal mehr die 5000 Meter bestreitet, nachdem er – ebenfalls bei sommerlichen Bedingungen – die zwölfeinhalb Stadionrunden erstmals “sub 15” zurückgelegt hat. Für ihn blieb die Uhr beim überlegenen Bahnmeeting-Sieg im Eifelort Mayen bei 14:57,87 Minuten stehen. Sein Trainer Andre Ramisch hatte dabei auf der ersten Rennhälfte als Tempomacher fungiert. Mit dem Sprung unter die 15-Minuten-Marke hat Mathis die Norm für die deutschen U23-Meisterschaften im Juli in Bochum-Wattenscheid erfüllt. “Damit habe ich erstmals ein Ticket für deutsche Meisterschaften auf der Bahn”, jubelte der 21-Jährige. In 2:50 Minuten lief er den Schlusskilometer, in 64 Sekunden die letzte Runde und unter 30 Sekunden die letzten 200 Meter.
Olivia Gürth hat ihr Ziel bei beiden Diamond League-Meetings in China verpasst. In Schanghai hatte die 23-Jährige das Rennen über ihre Spezialdistanz 3000 Meter Hindernis am vergangenen Wochenende noch vorzeitig beendet. In Xiamen zog die deutsche Meisterin von 2024 immerhin durch und kam nach 9:35,82 Minuten als 15. ins Ziel. Eine ähnliche Zeit hatte sie im vergangenen Jahr beim Saisonauftakt in Doha/Katar erzielt (9:35,21). Zur EM-Bestätigungsnorm (9:35,70) für die EM fehlte jedoch ein Wimpernschlag.
