COUNTDOWN
000D 00H 00M 00S

Silvesterlauf und die Welt des Kaffees

Ruandas Nationaltrainer John Peter Ndacyayisenga zeigte sich erstaunt, was Alfons Schramer so alles über die Kaffeeproduktion weiß. Generell, und insbesondere im rheinland-pfälzischen Partnerland. Der Inhaber von Mondo del Caffè in der Trierer Fahrstraße hatte vor dem 34. Bitburger 0,0%-Silvesterlauf zusammen mit seinem Mitarbeiter Arsen Novosel zu einem Infoabend mit Buffet eingeladen. Mehrere Spitzenathleten kamen, neben den ruandischen Assen auch der deutsche Marathonrekordler Amanal Petros (SCC Berlin) und 10.000-Meter-Ass Nils Voigt (TV Wattenscheid). 

Schramers Café liegt keine 50 Meter von der Silvesterlaufstrecke entfernt, auf der zwei Tage später Emeline „Emmi“ Imanizabayo als Zweitplatzierte im Sparkasse Trier-Elitelauf nur hauchdünn den ersten ruandischen Sieg der Silvesterlaufhistorie verpasste. Im Mondo del Caffè, das Spitzenkaffee aus allen renommierten Anbaugebieten der Welt anbietet, vermittelte Schramer hochinteressantes Wissen über Kaffee. Etwa, dass das weltweit beliebte, belebende Getränk erst um 850 nach Christus in Äthiopien entdeckt wurde. „Die Römer kannten keinen Kaffee“, sagte Schramer, der die Ruanda-Initiative auf Anregung von und gemeinsam mit Hans Tilly, Vorstandssprecher des Vereins Silvesterlauf Trier, entwickelt hat.

„Wir bieten nur qualitativ hochwertige Produkte zu fairen Preisen an und erklären, wieviel Arbeit dahinter steckt“, erklärte Schramer grundsätzlich, um dann online live zu Vania Nzeyimana zu schalten. Sie ist Ruanderin, lebt in der Schweiz, und hat den Kaffeehandel zwischen dem ostafrikanischen Binnenland und Trier vermittelt. Als leidenschaftliche und kompetente Kaffeekennerin beantwortete sie auf charmante Art die vielen Fragen. Die Initiative fußt auf einer Kooperation mit der Kaffeefarm Kamajumba, die am Kivusee liegt. Die Farm wird ausschließlich von Frauen betrieben. 

Hans Tilly bedankte sich beim Gastgeber für den gelungenen Abend im stimmungsvollen Ambiente des Mondo del Caffè und erklärte: „Meine besondere Verbundenheit mit Ruanda, dem Partnerland von Rheinland-Pfalz, treibt mich immer wieder an, Initiativen zu starten, die eine Wertschöpfung für das Land bedeuten.“ Die neue Partnerschaft von Mondo del Caffè und dem Silvesterlauf-Verein sei getragen „von der Überzeugung, dass wir beide gemeinsame Werte wie Respekt, Fairness und Nachhaltigkeit teilen“. Ein weiteres Ziel der Partnerschaft, so Tilly, sei es, talentierte ruandische Läuferinnen und Läufer finanziell zu unterstützen.

Genießer Amanal Petros im Caffe del Mondo …