Olivia Gürths Stotterstart

Olivia Gürth kann mit ihrem Start in die Saison 2026 nicht zufrieden sein. Undankbar verlief für sie auch das dritte Rennen über ihre Spezialdistanz 3000 Meter Hindernis. In 9:42,35 Minuten blieb die U23-Europameisterin von 2023 an diesem Sonntag beim Diamond League Meeting in Stockholm weit unter ihren Möglichkeiten (persönliche Bestzeit 9:15,17 aus 2024) und schlug im Ziel enttäuscht die Hände vors Gesicht. “Rennen auf diesem Niveau kommen aktuell einfach zu früh”, haderte die 24-Jährige, für die 2026 wie auch für die zweimalige Europameisterin Gesa Krause die kontinentalen Titelkämpfe im August in Birmingham das Haupt-Saisonziel sind.
Zuvor hatte die Läuferin des Vereins Silvesterlauf Trier im Mai bereits zwei Anläufe bei den Diamond-Lesague-Rennen in China unternommen, die unglücklich verliefen: In Schanghai hatte sie erstmals in ihrer Karriere ein Rennen vorzeitig beendet, in Xiamen verpasste sie in 9:35,82 Minuten um wenige Hundertstelsekunden die EM-Bestätigungsnorm. Das Anfangstempi war einfach zu hoch, die Weltbesten sind im Jahr ohne Olympia und Weltmeisterschaften ungewohnt früh in bestechender Form. Jetzt heißt es für die deutsche Meisterin von 2024, mit Blick auf Birmingham neu aufzubauen. Zwischenstation sind die deutschen Meisterschaften Ende Juli in Bochum-Wattenscheid. Dort wird Olivia um ihren EM-Startplatz kämpfen müssen.
Die nationale Rangfolge sieht vor dem ersten Saisoneinsatz von Silvesterläuferin Gesa Krause aktuell Lea Meyer (VfL Löningen) vorne. Die Vize-Europameisterin von 2022 legte in Stockholm als Fünfte in 9:13,67 Minuten einen sehr starken Saisonstart hin, die Tunesierin Marwa Bouzayani blieb bei ihrem Sieg in 8:59,26 Minuten als erste Frau im Olympiastadion von 1912 unter der Neun-Minuten-Schallmauer.
Theresa Böttel meldet sich zurück
Nach einer längeren Verletzungspause hat sich Theresa Chioma Böttel beim 4Regio-Cup-Lauf in Oberweis über 10 Kilometer mit einer Zeit unter 40 Minuten zurückgemeldet. Nach ihrer Rückkehr auf die Wettkampfbühne Anfang Mai in Hermeskeil (41:06) zeigte die Straßenläuferin in Oberweis aufsteigende Form. Mit 39:28 Minuten wurde die letztjährige Gewinnerin des Karlsruhe-Marathons als viertschnellste Frau sowie Zwölfte unter insgesamt 162 Finishern registriert.