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Grandios, Samuel: 2:04:45

Mit Deutschland-Fahne: Samuel Fitwi, Marathon-Held des Vereins Silvesterlauf Trier in Hamburg

Unweit der Elbphilharmonie strahlt Samu an diesem Sonntag mit der Sonne um die Wette. Der Grund: seine grandiose Vorstellung beim 40. Haspa Hamburg-Marathon. Als erster Deutscher seit 1999 hat Samuel Fitwi beim Jubiläum des zweitgrößten Marathons der Nation den Sprung aufs Treppchen geschafft. Platz zwei in der großartigen Zeit von 2:04:45 Stunden hinter dem Marokkaner Othmane El Goumri (2:04:24). „Es ist super gelaufen. Die Strecke ist super schnell und die Stimmung war klasse”, sagte der Ausnahmeläufer vom Verein Silvesterlauf Trier kurz nach seinem Zieleinlauf am NDR-Mikrofon. “Das Wetter hat gut mitgespielt. Es war der Hammer hier…” Und: „Ich bin sehr glücklich mit dem Podiumsplatz.“ Einer der ersten Gratulanten war Marathon-Europameister Richard Ringer (LC Rehlingen). Als Dritter ins Ziel kam der Kenianer Kennedy Kimutai.

Samuel hat damit seine eigene Bestmarke, die er im Dezember 2024 in Valencia gelaufen war, um elf Sekunden verbessert. Damals war das deutscher Rekord, unterboten ein Jahr später von Amanal Petros ebenfalls in der spanischen Mittelmeerstadt. Samuels 2:04:45 Stunden von Hamburg stehen nun als neuer Rheinland-Pfalz-Rekord zu Buche, 42 Sekunden fehlen noch an der aktuellen nationalen Bestmarke von Petros (2:04:03), nur gut eine Minute am Europarekord über die klassische 42,195-Kilometer-Distanz.

An Wert gewinnt die Einordnung von Samuels Hamburg-Ergebnis noch, wenn man das zwei Stunden später ebenfalls an diesem Sonntag beim London-Marathon erzielte Resultat von Amanal Petros danebenlegt: Seine 2:08:31 Stunden bedeuteten Platz 15 in der englischen Metropole, wo der Kenianer Sabastian Sawe in die Geschichtsbücher lief. Der 29-Jährige gewann das prestigeträchtige World Marathon Majors-Rennen in 1:59:30 Stunden und blieb damit als erster Mensch in einem offiziellen Wettkampf unter der magischen Zwei-Stunden-Marke. Damit verbesserte Sawe den alten Weltrekord seines Landmanns Kelvin Kiptum aus dem Jahr 2023 um sagenhafte 65 Sekunden.

Hinter Sawe blieb der Zweite Yomif Kejelcha (Äthiopien) im schnellsten Rennen der Geschichte in 1:59:41 Stunden ebenfalls unter zwei Stunden. Der Dritte Jacob Kiplimo (2:00:28/Uganda) unterbot ebenfalls die alte Weltrekordzeit von Kiptum. Kelvin Kiptum, der 2023 in Chicago 2:00:35 Stunden lief, war nur wenige Monate später im Februar 2024 bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat ums Leben gekommen.