Gesa und Olivia sicher ins Finale

Auch bei Trainer Wolfgang Heinig schlug der Puls höher. “Die Nervosität ist natürlich hoch”, sagte der Coach von Gesa Krause und Olivia Gürth, nachdem sich die beiden Hindernisläuferinnen vom Verein Silvesterlauf Trier am Montagabend in Birmingham souverän für das EM-Finale am Donnerstag (21.30 Uhr MESZ) qualifiziert hatten.
Gesa Krause meinte danach: “Der Vorlauf war einfach die Aufgabe, die man lösen muss. Die 9:30 Minuten sind das, was man laufen muss, um sich für das Finale zu qualifizieren.” Die zweimalige Europameisterin tat dies souverän im ersten der beiden Halbfnals. An der Spitze des 16-köpfigen Läuferinnen-Feldes, die meiste Zeit gemeinsam mit Nationalteam-Kollegin Lea Meyer (VfL Löningen). “Das ist manchmal auch ein bisschen Mathematik und es ist angenehmer, einen Vorlauf ohne Blessuren von vorne weg zu laufen”, kommentierte Gesa.
Im Finale am Donnerstag zählt die Trierer Athletin ebenso wie Meyer zu den Mitfavoritinnen. “Wir sind beide Anwärterinnen, um aufs Podium zu laufen”, sagt Krause, lehnt sich aber nicht zu weit aus dem Fenster. “Es gibt aber noch vier oder fünf weitere Läuferinnen, die definitiv die Möglichkeit haben, das auch zu schaffen. Deswegen ist das eine schwierige Aufgabe, die dann jede auf ihre eigene Art und Weise versuchen muss, anzugehen. Da ist alles offen.” Bis dato hat die 34-Jährige in ihrer Karriere bereits vier EM-Medaillen gewonnen: Bronze 2012 in Barcelona, zweimal Gold (2016 in Amsterdam und 2018 in Berlin) sowie Silber 2024 in Rom.
Die Zeiten von Meyer (9:32,21 Minuten) und Krause (9:32,27) waren die zwei besten Zeiten, die in der Qualifikation auf die Bahn gebracht wurden. Drittschnellste Läuferin war die Siegerin aus dem zweiten Vorlauf, die mitfavorisierte Britin Elise Thorner (9:32,40), vor Titelverteidigerin Alice Finot (Frankreich/9:32,47) und Olivia Gürth (9:32,65). Im Finale dürfte das Tempo deutlich schärfer werden.
Auch Olivia Gürth hat also sicher das Finale erreicht, ohne sich verausgaben zu müssen. “Es war so, wie ich es mir erhofft hatte: Dass die Britin die Führungsarbeit übernimmt und die Gruppe entzerrt”, sagte die 24-Jährige anschließend und verriet auch schon ihre Strategie für die Medaillenvergabe am Donnerstag: “Im Finale will ich Gesa und Lea als Orientierung nehmen und werde versuchen, mich so lange wie möglich nicht abschütteln zu lassen, um hinten raus dann die ein oder andere Überraschung zu landen.”
