Countdown: Noch vier …

Nur noch vier Tage bis zum 25. Volksbank Trier Eifel-Flutlichtmeeting (Dienstag, 2. September, Hauptprogramm ab 18.50 Uhr). Olivia Gürth hat dieser Tage allen Grund zur Freude – und will diese beim Heimrennen im Trierer Moselstadion den Zuschauern zeigen. Die “Die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften fühlt sich für mich persönlich wie eine goldene an”, sagt die 24-Jährige. “Damit bin ich endlich irgendwie angekommen.” Die U23-Europameisterin von 2023 hatte im selben Jahr mit dem Erreichen des WM-Finales zwar schon einen großen Schritt nach vorne getan. Der Medaillengewinn von Birmingham von vor gut zwei Wochen aber bedeutet den nächsten Entwicklungsschritt.
Wie bei der EM ließ die seit 2024 für den Verein Silvesterlauf Trier startende Hindernislauf-Spezialistin aus Diez auch beim Diamond League-Sportfest in Lausanne vor acht Tagen die nationale Konkurrentin Lea Meyer (VfL Löningen) hinter sich, um am Donnerstagabend beim Königsklassen-Meeting in Zürich knapp hinter Meyer in 9:15,07 Minuten bis auf wenige Hundertstelsekunden an ihre persönliche Bestzeit heranzulaufen.
Jetzt also Trier, das Volksbank Trier Eifel-Flutlichtmeeting. 800 Meter, eigentlich viel zu kurz für Olivia. Doch für sie gilt das Gleiche wie für Gesa Krause, ihre Klubkollegin, die Euopameisterin über 3000 Meter Hindernis. Es bringt weiter und es macht Spaß, sich mal auf einer kürzeren Distanz gegen die Spezialistinnen auszutoben, auch wenn die das Rennen machen werden im Moselstadion. Bei Gesa sind es die 1500 Meter (Start um 20.45 Uhr), bei Olivia die 800 Meter (20.00 Uhr). Sie greift ihre persönliche Bestzeit (2:03,70 Minuten) an.
Favoritinnen sind andere. Nia Akins (USA) sowie die Jamaikanerinnen Adelle Tracey und Kelly-Ann Beckford wollen so nah wie möglich an den Meeting- und Stadionrekord von Nelly Jepkosgei herankommen, die 2024 in Trier herausragende 1:57,69 Minuten über zwei Stadionrunden lief. Für den richtigen Anfangsspeed (etwa 57,5 bis 58 Sekuden für die ersten 400 Meter) soll die Belgierin Isalie Vandael sorgen. Die gewünschte Tempovorgabe lieferte Vandael 2025 par excellence, als sie Majtie Kolberg zu einem deutschen Sieg zog. Kolberg fehlt diesmal verletzungbedingt. Umso mehr wird der Beifall Olivia Gürth gelten, der EM-Dritten vom Verein Silvesterlauf Trier.
