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Glanzvoll: Gesa und Vanessa

So jubelt die Meisterin: Vanessa Mikitenko holt bei der U23-DM in Bochum die Goldmedaille über 5000 Meter.

Für Vanessa Mikitenko ist es der erste deutsche Meistertitel im Trikot des Vereins Silvesterlauf Trier: Wenige Tage vor ihrem 21. Geburtstag holte sie über 5000 Meter bei den nationalen U23-Titelkämpfen in Bochum-Wattenscheid die Goldmedaille in einem kontrollierten, taktischen Rennen, das Vanessa sicher im Spurt für sich entschied. Auf der Zielgeraden warf die “Silvesterläuferin” ihre Spurtfähigkeiten in die Waagschale und ließ nach 16:16,69 Minuten die Zweitplatzierte Carolina Schäfer (TG Schwalbach) um 2,17 Sekunden hinter sich.

“Das Ziel war hier der Titel und nicht die Zeit”, sagte die Siegerin, die drei Wochen zuvor beim internationalen Leichtathletik-Sportfest in Nizza ihre persönliche Bestmarke auf 15:18,77 Minuten gesteigert und damit ihrer Vereinskollegin Gesa Krause den Trierer Bezirksrekord über diese Distanz entrissen hatte. Weiter erklärte Vanessa: “Jetzt gilt meine ganze Konzentration der Vorbereitung auf die deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer am letzten Juli-Wochenende sowie der Europameisterschaften im August in Birmingham.” Das Gleiche trifft auf ihre 13 Jahre ältere Vereinskollegin Gesa Krause zu.

Gesa Krause nur knapp über dem deutschen Rekord

Gesa Krause gelang in der Nacht zu diesem Sonntag ein glänzender Saisoneinstand über ihre Paradestrecke 3000 Meter Hindernis. Die zweimalige WM-Dritte erzielte beim Diamond League-Meeting in Eugene/USA die zweitbeste Zeit ihrer Karriere! Das Portal leichtathletik.de berichtet wie folgt:

Nachdem sie im Winter und Frühjahr im Straßenlauf sowie in diesem Sommer bisher nur auf den Flachstrecken auf der Bahn unterwegs war, meldete sich Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) mit der zweitschnellsten Zeit ihrer Karriere auf der Hindernisstrecke zurück. Die zweimalige Europameisterin lief in 9:07,50 Minuten auf den sechsten Platz und blieb dabei auch erstmals in diesem Jahr unter der EM-Norm (9:28,00 min). Nur bei ihrer WM-Bronzemedaille mit deutschem Rekord (9:03,30 min) 2019 in Doha (Katar) war die 33-Jährige noch schneller. In diesen Sommer war sie schon mit Bestzeiten über 1.500 Meter (4:04,28 min) und 3.000 Meter (8:45,34 min) gestartet.

Nur knapp hinter der viermaligen Olympia-Finalistin kam mit Lea Meyer (VfL Löningen) schon die nächste DLV-Athletin ins Ziel, die ihre Bestleistung um acht Hundertstel auf 9:09,13 Minuten steigerte und zum vierten Mal in ihrer Karriere eine Zeit von 9:09 lief. Die EM-Zweite von 2022 belegte damit den siebten Platz. Ganz vorne war es diesmal Weltmeisterin Faith Cherotich (Kenia), die das Rennen in 8:51,74 Minuten für sich entschied. Olympiasiegerin Winfred Yavi (Bahrain; 8:52,84 min) wurde Zweite vor Marwa Bouzayani (Tunesien) in Landesrekordzeit von 8:54,32 Minuten. Die Olympiasiegerin von 2021 und Siegerin der ersten beiden Diamond League-Stationen der Saison Peruth Chemutai (Uganda; 9:05,39 min) kam diesmal nur auf Rang fünf.

Mathis Kaufmanns starkes DM-Debüt

Silvesterläufer Mathis Kaufmann hatte sich erstmals für eine deutsche Meisterschaft auf der Bahn qualifiziert. In einem typischen Meisterschaftsrennen schlug sich der 22-Jährige bei der U23-DM in Bochum hervorragend; unmittelbar vor dem Frauen-Rennen mit Vanessa Mikitenko. Platz 13 über 5000 Meter in 15:02,69 Minuten – nur fünf Sekunden über seiner persönlichen Bestmarke – war ein klasse Ergebnis und eine wichtige Erfahrung auf seinem weiteren Weg. “Der Rennverlauf war nicht optimal für mich, weil das Anfangstempo enorm hoch war”, meinte Mathis, “deshalb musste ich mich nach für mich zu schnellen ersten 1000 Metern alleine durchbeißen”. Was er kämpferisch mit Bravour erledigte: Sein letzter “Tausender” war nochmal unter drei Minuten.

Trainer Andre Ramisch bescheinigte seinem Schützling “ein unglaublich starkes Rennen”: “Deutlich stärker noch, als es auf dem Papier aussieht.” Zehnmal lief Mathis auf der Gegengeraden des Lohrheidestadions gegen den Wind. Das wird er nicht vergessen, und von der Erfahrung seines DM-Debüts in Zukunft profitieren!

So freuen sich Athlet und Trainer nach einem starken DM-Debüt: Mathis Kaufmann, Andre Ramisch