Ruanda- und Stadtlauf-Jubiläum

Die Partnerschaft zwischen dem Leichtathletik-Verband Ruandas und dem Verein Silvesterlauf Trier feiert 2026 ihr zehnjähriges Bestehen. Hans Tilly, Vorstandssprecher und Ruandabeauftragter des Silvesterlauf-Vereins, organisiert zum Jubiläum ein tolles Festprogramm (Highlights siehe unten) – knapp zehn Jahre nach dem ersten Start einer Athletin und eines Athleten aus dem rheinland-pfälzischen Nachbarland beim Silvesterlauf. Was liegt 2026 näher, als die Feierlichkeiten für das letzte Juni-Wochenende zu planen, an dem auch der Trierer Stadtlauf ein Jubiläum feiert: das seiner 40. Austragung am 28. Juni. Die Premiere war 1984, nur 2020 und 2021 fiel er wegen der Covid-Pandemie aus. Der Festakt zum Ruanda-Partnerschaftsjubiläum findet am Freitag, 26. Juni, 19:30 Uhr, im ehemaligen Kloster St. Clara statt (Sickingenstraße 25, 54290 Trier).
Höhepunkt des Programms wird die Stadtlauf-Teilnahme zweier Topathletinnen aus Ruanda, die Trier bereits kennen und just am vergangenen Wochenende bei den Leichtathletik-Afrikameisterschaften für Furore gesorgt haben. Gemeint sind 5000-Meter-Afrikameisterin Emeline „Emmi“ Imanizabayo, die 2024 den Silvesterlauf in Trier gewann, und 10.000-m-Silbergewinnerin Florence Niyonkuru, die „Emmi“ 2025 beim „deutschen Sao Paulo“ auf Rang zwei verwies und für den zweiten Ruanda-Sieg in Folge auf dem Pflaster der ältesten Stadt Deutschlands sorgte. Die Teilnahme von Imanizabayo und Niyonkuru wertet am letzten Juni-Sonntag den MVZ Mutterhaus-Lauf über 10 Kilometer ähnlich deutlich auf wie der Start von Marathon-Europameister Richard Ringer über dieselbe Distanz. Ringer wird in Trier ebenso seine Generalprobe für den EM-Marathon in Birmingham bestreiten wie Samuel Fitwi vom gastgebenden Silvesterlauf-Verein als local hero im Hafen Trier-Halbmarathon (21,0975 km).
Zum Partnerschaftsjubiläum mit Rwanda Athletics sagt Hans Tilly, auf dessen großes Engagement die ungewöhnliche Kooperation zwischen einem deutschen Verein und einem nationalen Sportverband Afrikas 2016 zurückzuführen ist: „Zehn Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit liegen hinter uns. Weit mehr als der Austausch im Spitzensport zählt dazu. Die Zusammenarbeit ist geprägt von engagierter Talentförderung, sportlich-kulturellen Jugendbegegnungen, gelebter Entwicklungszusammenarbeit sowie vielen eindrucksvollen persönlichen Geschichten“, nennt Tilly die Kerninhalte: „Diese besondere Erfolgsgeschichte möchten wir gerne würdigen und feiern.“
Die „Rise and shine“-Academy zur Förderung der sportlichen und persönlichen Entwicklung von Talenten in dem ostafrikanischen Land haben der Silvesterlauf-Vorstand und Ruandas Nationaltrainer John Peter gemeinsam aufgebaut. Über den Start der beiden internationalen Topathletinnen sagt John Peter: „Die Commonwealth-Spiele rücken näher, und dafür wollen wir den Trierer Stadtlauf als Stimulus nutzen.“
Der Stadtlauf wird erstmals unter dem Dach des Silvesterlauf-Vereins organisiert. Die Organisation stemmt weiterhin Nico Klein mit seinem bewährten Team. Nach dem aktuellen Stand der Meldungen ist damit zu rechnen, dass die beiden Stadtlauf-Hauptwettbewerbe in Kürze ausgebucht sind: Im Hafen Trier-Halbmarathon (maximal 2000 Starter) sind aktuell nur noch etwa 300 Plätze frei, im MVZ Mutterhaus-Zehner (1.500) noch rund 600. Fast stündlich gehen Meldungen ein. Es ist mit einem Stadtlauf-Teilnehmerrekord jenseits der 4.500 zu rechnen.
Highlights des Festprogramms:
Freitag, 26. Juni, 19.30 Uhr:
Festakt im ehemaligen Kloster St. Clara/Mutterhaus Trier
Samstag, 27. Juni, 12 Uhr:
Empfang durch Oberbürgermeister Wolfram Leibe in der Belle-Etage/Domfreihof
28.Juni: Tag des Sports
Vormittag: Teilnahme der ruandischen Topathletinnen und der ruandischen Teilnehmer der Fair-Play-Radtour am 40. Trierer Stadtlauf


