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Gesas Freude auf Halbmarathon

Große Aufgabe für Gesa Krause in Berlin: Sie startet im bestbesetzten Halbmarathon… (Archivbild)

Gesa Krause geht gut vorbereitet in den bestbesetzten Berliner Halbmarathon der Veranstaltungsgeschichte. “Kaum zu glauben, dass am Sonntag schon das Rennen ansteht”, sagt die Topläuferin des Vereins Silvesterlauf Trier, die am Donnerstag direkt aus Potchefstrom in die deutsche Hauptstadt angereist ist. “Die letzten zwei Wochen habe ich in Südafrika im Trainingslager verbracht und mich optimal auf Berlin vorbereitet. Das Training lief vielversprechend und ich freue mich darauf, am Sonntag in Berlin an der Startlinie zu stehen.” Über ihr letztes Workout in “Potch” berichtete sie: “Nochmal drei Kilometer in meiner angestrebten Ziel-Race-Pace von 3:17 bis 3:18 Minuten pro Kilometer.” Heißt: Eine persönliche Bestzeit darf es gerne sein.

Vergangenes Jahr hatte Gesa sich im Vorfeld des Berliner Halbmarathons auf 69:47 Minuten für die 21,0975 km verbessert, in der Hauptstadt jedoch war es der Hindernislauf-Spezialistin nicht gelungen, ihr hohes Anfangstempo (10 km in 32:20) durchzuziehen, sie finishte in 70:03. Mit dieser Erfahrung soll es diesmal in dem bärenstarken Teilnehmerinnen-Feld besser ausgehen. Mit ihrer persönlichen Bestzeit von Den Haag 2025 steht die 33-Jährige aus Trier nur als Nummer 14 in der Startliste (siehe unten); gleich vier deutsche Läuferinnen waren bereits schneller als die zweimalige Europameisterin im 3000-Meter-Hindernislauf – jener Disziplin, die auch 2026 im Jahr der EM in Birmingham Priorität für sie genießt.

Esther Pfeiffer (Düsseldorf/pB 67:28 Minuten) und Domenika Mayer (Regensburg/68:08) sowie Eva Dieterich (Tübingen/68:26) sind die drei deutschen Läuferinnen mit den besten Aussichten. Favoritin ist die Äthiopierin Likina Amebaw pB 64:44). Auch Deborah Schöneborn (Berlin/ 69:41), Trierer Silvesterlauf-Siegerin von 2023, war im Halbmarathon schon schneller als die 33-Jährige vom Trierer Silvesterlauf-Verein. Insgesamt hat eine Rekordzahl von 42.563 Läuferinnen und Läufern aus 134 Nationen für das Rennen gemeldet.

Amanal Petros attackiert den Europarekord

Das Starterfeld bei den Männern ist exzellent: Acht Läufer mit Bestzeiten von unter einer Stunde sollen an der Startlinie stehen – das gab es noch nie. Der schnellste von ihnen ist ein Youngster: Der 21-jährige Michael Temoi aus Kenia sorgte vor kurzem mit einem Sieg beim Rom-Ostia-Halbmarathon für eine große Überraschung. Dabei erreichte er mit 58:00 Minuten eine Weltklassezeit. Der deutsche Rekordhalter Amanal Petros (Hannover) war im vergangenen Jahr in 59:31 Minuten als erster deutscher Läufer unter einer Stunde geblieben. Dennoch steht er 2026 “nur” auf Platz sieben der Startliste. „Ich habe in Kenia sehr gut trainiert und bin optimistisch. Wenn es nicht zu kalt wird, peile ich eine Zeit um 59:00 Minuten herum an“, sagte Petros. Optimal wären für ihn Temperaturen von acht oder neun Grad.

Damit wackelt vielleicht sogar der Europarekord, für den auch der Schweizer Dominic Lobalu infrage kommt. Die kontinentale Bestmarke hält aktuell der Schwede Andreas Almgren (58:41). Bei der Rekordjagd sollen Petros eigene Tempomacher helfen.

Favoritinnen & deutsche Topläuferinnen: 

Likina Amebaw | ETH | 64:44 min
Veronica Loleo | KEN | 65:46 min
Daisilah Jerono | KEN | 66:59 min
Samantha Harrison | GBR | 67:10 min
Esther Pfeiffer | Düsseldorf Athletics | 67:28 min
Domenika Mayer | LG Telis Finanz Regensburg | 68:08 min
Eva Dieterich | LG Stadtwerke Tübingen | 68:26 min
Fabienne Schlumpf | SUI | 68:27 min
Tabithanjeri Kamau | KEN | 68:35 min
Elvanie Nimbona | ITA | 69:00 min
Carla Gallardo | ESP | 69:14 min
Lily Partridge | GBR | 69:34 min
Deborah Schöneborn | SCC Berlin/Marathon Team | 69:41 min
Gesa Krause | Silvesterlauf Trier | 69:47 min
Chloe Herbiet | BEL | 70:04 min
Rabea Schöneborn | SCC Berlin/Marathon Team | 70:35 min

Favoriten & deutsche Topläufer: 

Michael Temoi | KEN | 58:00 min
Eric Kiptanui | KEN | 58:42 min
Gideon Kiprotich | KEN | 58:49 min
Dominic Lobalu | SUI | 59:12 min
Weldon Langat | KEN | 59:22 min
Andrea Kiptoo | KEN | 59:27 min
Amanal Petros | Hannover 96 | 59:31 min
Etienne Daguinos | FRA | 59:46 min
Bereket Nega | ETH | 60:03 min
Valentin Gondouin | FRA | 60:17 min
Bastien Augusto | FRA | 60:18 min