Samu läuft Rekord, Gesa Vierte

Rheinland-Pfalz-Rekord im Halbmarathon für Samuel Fitwi und Platz vier für Gesa Krause über 10 Kilometer bei ihrer ersten Teilnahme an deutschen Straßenlauf-Meisterschaften: So schnitten die Vorzeigeathleten des Vereins Silvesterlauf Trier an diesem Sonntag bei den Wettkampf-Highlights des Wochenendes ab.
Samuel Fitwi verbesserte in Lissabon beim Halbmarathon-Weltrekordlauf von Jacob Kiplimo (Uganda/57:20 Minuten) seine persönliche Bestzeit über die 21,0975 Kilometer. Nach 61:13 Minuten erreichte der 30-Jährige als 19. im schnellsten Halbmarathonrennen der Leichtathletik-Geschichte das Ziel vier Sekunden schneller als 2024, als er in Rom gemeinsam mit Amanal Petros und Richard Ringer EM-Bronze gewonnen hatte.
Fitwis Durchgangszeiten in Lissabon waren 14:13 Minuten nach fünf und 28:25 Minuten nach zehn Kilometern. “Das war echt ein Brett”, sagte Fitwi und bedauerte: “Auf der zweiten Hälfte des Rennens habe ich leider etwas Zeit verloren, ab Kilometer 18 musste ich abreißen lassen und alleine laufen.” Immerhin: neue persönliche Bestzeit und ein prima Formnachweis sechs Wochen vor dem Hamburg-Marathon, seinem ersten Wettkampf-Höhepunkt des Jahres. Sein Hauptziel 2026 sind die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham im August. Auf dem Weg dorthin möchte der Trierer Spitzenathlet ein Heimrennen bestreiten, und zwar am 28. Juni den HAFEN TRIER-Halbmarathon im Rahmen des 40. Internationalen Trierer Stadtlaufs.
Gesa Krause wäre bei den nationalen Titelkämpfen in Uelzen gerne noch drangeblieben am Führungstrio. Doch die Lücke zur in 31:54 Minuten siegreichen Eva Dieterich (LAV Tübingen), Elena Burkard (LG Nordschwarzwald/31:55) und Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics/32:01) konnte die Hindernislauf-Spezialistin vom Verein Silvesterlauf Trier (32:08) nicht mehr schließen, aus der erhofften Medaille wurde es somit nichts. Lena Laufer aus der Trierer Trainingsgruppe von Coach Andre Ramisch schöpfte aus ihrer erstmaligen DM-Teilnahme (145. in 42:00 Minuten) zusätzliche Motivation: “So eine Meisterschaft macht auf jeden Fall Lust auf noch mehr Training.”
Laufprofi Gesa Krause war im südfranzösischen Cannes zuletzt in 32:02 über 10 Kilometer gestoppt worden. Die Ausgangswerte mit Blick auf den Berliner Halbmarathon am 29. März sind also stabil. In der deutschen Hauptstadt lief die Triererin 2025 in 69:45 Minuten persönliche Bestzeit über die 21,0975 km. Diese “pB” soll in drei Wochen fallen, bevor sich die 33-Jährige auf die Bahnsaison konzentriert. Jahreshöhepunkt für die zweimalige Europameisterin (2016 und 2018) sowie EM-Zweite von 2024 sind wie für Fitwi die kontinentalen Leichtathletik-Titelkämpfe in Birmingham im August.
Mathis Kaufmann hatte sich seinen Freiluft-Saisonauftakt ebenfalls etwas besser vorgestellt. Beim Leverkusener 10-Kilometer-Lauf um das Bayer-Kreuz belegte der 21-Jährige in 32:49 Minuten den 50. Platz. Ergänzt um Andre Ramisch (72. in 33:16) und Fabian Marondel (75. in 33:22) lieferten die Trierer Silvesterläufer ein sehr ordentliches Mannschaftsergebnis ab. Das Gesamtresultat von 1:39:27 Stunden brachte Platz sechs in der Teamwertung bei der 44. Auflage des Traditions-Straßenlaufs. U20-Mittelstreckler Demian Güntzer kam über 5 Kilometer in persönlicher Bestzeit von 16:30 Minuten auf Rang elf seiner Nachwuchsklasse.
Ergebnis der deutschen 10-Kilometer-Meisterschaften:
