Samu: Lissabon – Hamburg – Trier

Die Sportfreunde der Region haben die Gelegenheit, Ausnahme-Marathonläufer Samuel Fitwi am Sonntag, 28. Juni, beim 40. Trierer Stadtlauf bei seiner Jagd auf den Veranstaltungsrekord anzufeuern. Oder sogar gemeinsam mit ihm beim Stadtlauf-Jubiläum in dem bis zu 2000 Aktive starken Teilnehmerfeld des HAFEN TRIER-Halbmarathons an der Startlinie zu stehen. Noch ist genügend Zeit zur Vorbereitung, mit der Anmeldung sollte wegen des Teilnehmerlimits aber niemand zögern.
Zunächst aber bestreitet Samu am Sonntag (8.3.) in Lissabon sein erstes Rennen des Jahres über die Distanz von 21,0975 Kilometer. Am Mittwoch stieg der 30-Jährige nach mehreren Wochen Höhentraining in Addis Abeba ins Flugzeug. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Heimat wird das Marathon-Aushängeschild des Vereins Silvesterlauf Trier am Freitag von Köln aus in die portugiesische Haupstadt fliegen. Seine Vorfreude ist groß: „Es ist ein wichtiges Rennen für mich auf einer tollen Strecke und mit einer großartigen Atmosphäre.“ In der zweiten Tempogruppe der Lissaboner Weltklassebesetzung peilt der Trierer Ausnahmeathlet eine Verbesserung seines Rheinland-Pfalz-Rekordes von 61:17 Minuten an. Favoriten sind Jacob Kiplimo aus Uganda, als 2025 weltweit schnellster Marathonläufer Gewinner des Chicago-Marathons, und der Kenianer Nicholas Kipkorir.
Schon jetzt richtet sich Samuels Blick auch auf den Hamburg-Marathon am 26. April, seinem ersten Saisonhöhepunkt über 42,195 Kilometer. Zu dessen weiterer Vorbereitung wird Samuel im Anschluss an den Portugal-Abstecher wieder in sein Stamm-Höhentrainingslager nach Äthiopien zurückkehren. Derselbe Rhythmus ist für die zweite Jahreshälfte geplant: Erst der Halbmarathon in Trier am letzten Juni-Sonntag, um sechs Wochen später in Topform zu den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham zu reisen und nach einer Marathon-Medaille zu greifen.
Die Verbesserung der 2006 vom Kenianer Kiplangat aufgestellten Marke (63:28) ist beim Trierer Stadtlauf das erklärte Ziel von Samuel Fitwi auf dem Weg zum EM-Marathon in Birmingham. Alle 20 Jahre ein Veranstaltungsrekord? 1986 hatte der gebürtige Trierer und damalige Weltklasseläufer Herbert Steffny in 63:39 Minuten die Messlatte hoch gelegt.