Gesa zum fünften Mal!

Mehr als 40.000 Einzelstimmen waren abgegeben worden; die Sportlerwahl der Region Trier fand im Jahr ihres Jubiläums eine rekordverdächtige Beteiligung – und der 300 Mitglieder starke Verein Silvesterlauf Trier und seine Trumpfasse dürfen sich über ein sehr erfolgreiches Abschneiden freuen bei der 20. Auflage der vom Ironman Club Trier und dem Medienhaus Trierischer Volksfreund organisierten Abstimmung: Zum bereits fünften Mal wurde Gesa Krause zur Sportlerin des Jahres gewählt, Samuel Fitwi belegte bei den Männern hauchdünn geschlagen Rang zwei, Olivia Gürth zählte als Fünfte ebenfalls zum erlesenen Kreis der fünf Sportlerinnen in der Endabstimmung. Gesa und Samu hatten wie die allermeisten Weltklasseathleten nicht persönlich kommen können, grüßten aber per Videobotschaft.
“Die Betreuungssituation meiner Tochter Lola und die unmittelbar bevorstehende Abreise zu meinem nächsten Wettkampf am Wochenende erlauben es leider nicht, dass ich an diesem Abend in Trier mitfeiern kann”, erklärte Gesa, die seit 2017 für Trier startet, am Donnerstagabend bei der Sportlerwahl-Gala den etwa 200 geladenen Gästen im Rokoko-Saal des Kurfürstlichen Palais. An diesem Freitag tritt sie die Reise nach Südfrankreich an. In Cannes jagt die zweimalige Hindernislauf-Europameisterin am Sonntag ihre persönliche Bestzeit im 10-km-Straßenlauf. Die Bilder ihres Videogrußes am Abend der großen Sportlerehrung kamen aus dem Kraftraum.
Sichtlich bewegt reagierte die deutsche Hindernislauf-Rekordlerin auf das ihr von Mirko Blahak (Sportredakteur des Trierischen Volksfreundes) übermittelte Wahlergebnis: “Ich freue mich sehr, dass ich die Sportlerwahl in diesem Jahr für mich entscheiden konnte. Ich danke allen, die für mich abgestimmt haben. Ich danke vor allem der Region Trier, meinem Verein, Hafen Trier, LOTTO Rheinland-Pfalz, der Sporthilfe Rheinland-Pfalz und allen Förderern, die mich auf dem Weg zu meinen Erfolgen unterstützt haben, ganz herzlich. Ohne Euch, ohne Sie, wäre ich nicht dort wo ich jetzt bin”, sagte die 33-Jährige und ergänzte gerührt: “Trier ist seit vielen Jahren meine sportliche Heimat und ich bin sehr dankbar, Teil der Moselregion zu sein.”
Gesa Krause hatte 2025 trotz einiger Probleme in der Vorbereitung einmal mehr für das Finale einer Weltmeisterschaft qualifiziert. Im WM-Finale von Tokio blieb die viermalige Olympiafinalistin dann trotz eines Sturzes am letzten Wassergraben im Rennen und lief in 9:14,27 Minuten auf Platz sieben – im siebten WM-Finale ihrer Karriere! Offenbar zahlte das und ihr wie stets vorbildlicher Umgang mit allen Unwägbarkeiten eines Athletenlebens so auf die Sympathiewerte ein, dass die 29,23 Prozent der Teilnehmer an der regionalen Sportlerwahl ihr den Vorzug vor der aus Konz stammenden Staffel-WM-Dritten Sophia Junk (27,53) und Vorjahressiegerin Maike Hausberger (Butzweiler/Para-Radsport/23,02) gaben.
Auch Samuel Fitwi grüßte per Video, seinerseits aus dem Höhentrainingslager in Addis Abeba, wo er sich auf die kommenden Aufgaben vorbereitet, den Halbmarathon in Lissabon (8. März) und den Hamburg-Marathon (26. April). “Ich möchte mich sehr herzlich bei allen bedanken, die mir ihre Stimme gegeben haben. Schade, dass ich heute Abend nicht bei Euch in Trier sein kann, aber meine Vorbereitung auf die nächsten Rennen muss ich in der Höhe absolvieren”, sagte der amtierende deutsche Marathonmeister. Samu fehlten lediglich 0,55 Prozent der Stimmen am insgesamt fünften Sportlerwahl-Sieg – 2017 war er zum Nachwuchssportler des Jahres gekürt worden, 2020 und 2023 sowie 2024 zum Sportler des Jahres. Jan Stölben lag in der Gunst des Wahlvolks mit 25,59 Prozent der Stimmen vor dem Silvesterläufer. Der Eifeler Skilangläufer Jan Stölben grüßte zwei Tage nach seinem Staffeleinsatz im Nationalteam noch von den Olympischen Winterspielen. In der Geschichte der regionalen Sportlerwahl ist er der erste Gewinner einer Wintersportart.

